• bareMinerals Guide to Color Cool & Warm

Kalt vs. warm – Zwei Make-ups im Vergleich

bareMinerals hat zwei Make-up Sets zusammengestellt mit aufeinander abgestimmten Farben jeweils für einen kalten und einen warmen Look. Jedes Set enthält einen Cream Eye Shadow (Primer), einen losen Minerallidschatten, einen wasserfesten Kajalstift, ein loses Mineral-Rouge sowie einen Lipgloss.

bareMinerals Bare Guide to Color Cool
bareMinerals Bare Guide to Color Cool
bareMinerals Bare Guide to Color Warm
bareMinerals Bare Guide to Color Warm
Ich nahm mir diese Kits zum Anlass, um ein Thema aufzugreifen, das mir schon länger auf der Zunge liegt. In einem Satz ausgedrückt: Stehen einem kalten Typen auch warme Töne (und umgekehrt)?

Die Einteilung von Farben in kalt, warm und neutral ist einerseits klar, andererseits führt es immer wieder zur Verwirrung, wann Schattierung zu einem Typ Frau passen.

bareMinerals Bare Guide to Color Booklet
Die Sets enthalten Booklets mit einfachen Anleitungen und Tipps.
Wann eine Farbe welche Tönung hat, ist einerseits recht einfach zu beantworten: Je höher der Blauanteil in einer Farbe, umso kälter wird sie empfunden; je wärmer eine Nuance gilt, umso mehr Gelb ist enthalten.

Bezieht man nun drei weitere Faktoren ein – Rot als dritte Primärfarbe, Hell-Dunkel-Tönung und die Sättigung – ergibt sich daraus die Erkenntnis, dass die ganze Theorie mit kalten und warmen Farben leider nicht so eindeutig ist, wie man es gern hätte. Darüber hinaus werden Farben vom Umgebungslicht sowie den Farben, die sie umgeben, beeinflusst, wozu eben auch unsere Haut zählt, wenn wir Kleidung und Make-up tragen.

Wer sich für die Farblehre in Stilberatung interessiert, dem empfehle ich mehrere Quellen zu durchstöbern. Es ist ein Thema, das Bücher füllt, so dass ich weder ins Details gehen möchte noch mich für fähig genug halte, weiter einzutauchen.

Ich bin ein Sommertyp – der Theorie und meiner Erfahrung nach. Somit teile ich einen Look, den statistisch die meisten deutschen Frauen haben: Aschiges Haar, helle Augen, bräunende und nicht “verbrennende” Haut. Demnach stehen mir kühle, gedeckte Töne, oft Mischfarben wie Petrol, Beere oder auch Taupe. Das soll jedoch weder heißen, dass ich andere Farben meide, noch dass sie zu tragen mich schlicht hässlich machen würde.

Der Anlass für den Post ist die Reaktion der Leserinnen meines Blogs auf dieses Thema. Bewerte ich ein Make-up an mir mal mit “weniger schmeichelhaft”, weil z.B. die Töne recht warm oder zu hell sind, hagelt es “Komplimente”, dass ich mich täuschen würde – es würde mir gut stehen. Heißt es, wenn einer Frau ein Make-up “nicht steht” (beziehungsweise es “weniger schmeichelhaft aussieht”), sie Farben entgegen der Empfehlung für ihren Typ verwendet haben muss?

Das wollte ich mit den beiden Sets von bareMinerals einmal ausprobieren und habe zwei Make-ups geschminkt.

bareMinerals Bare Guide to Color Cool
Mein kühler Look
bareMinerals Bare Guide to Color Warm
Mein warmer Look
Das Ergebnis fällt so aus wie ich es erwartet habe. Das Bare Guide to Color “Cool” Set steht mir deutlich besser, finde ich. Es lässt mich erholter aussehen und wirkt harmonischer. Das spreche ich aber nicht nur den Farben zu, sondern auch dem dunklen und matten Ton.

Das Bare Guide to Color Warm Set machte meiner “Beweislage” jedoch insofern einen Strich durch die Rechnung, dass der Lidschatten nicht nur warm ist, sondern auch recht transparent und changierend und somit in dreifacher Weise weniger meinem Typ entspricht. Ein fairer Vergleich wäre es wohl eher mit einem matten, dunklen Ton gewesen. So betont diese Kombination meine leicht geröteten Augen, denn leider vertrage ich die Stifte aus dem Set nicht all zu gut.

Auch wenn gerade nebeneinander gestellt der zweite Ton vielleicht nicht wie die Faust aufs Auge wirkt, wirkt er auch nicht wörtlich wie die Faust aufs Auge. So kann man doch rausgehen, oder? Es ist also keine Katastrophe sich entgegen seinem Typ zu schminken.

bareMinerals Bare Guide to Color Cool vs. warm
Ich gebe zu: Ich habe schon bessere warme Looks geschminkt, auch wenn ich das eher selten tue. Häufiger greife ich auf eine Kombination beider Einstufungen zurück und schaffe so spannende Kontraste. Denn ein typgerechtes Make-up ist zwar definitiv stets schmeichelhaft, auf Dauer jedoch etwas langweilig. Es fehlen die Eye Catcher! So greife ich zu wichtigen Terminen sehr gern auf, einen optimalen, auf meinen Typ abgestimmten Look zu haben, ansonsten jedoch tobe ich mich mit allem aus was mir gefällt und kann es auch so nur weiterempfehlen. Die Farblehre ist eine Hilfestellung, aber kein Dogma und sollte nicht immer zu ernst genommen werden.

Wisst ihr, welchem Typen ihr entsprecht? Würdet ihr es gerne wissen oder vertraut ihr lieber auf eure Intuition? Haltet ihr euch an “eure” Farbfamilie oder kombiniert ihr auch gern querbeet?

Magi

Von |2018-01-05T16:58:30+00:0011. November 2012|Basics, Make-up-Tipps|12 Kommentare

12 Comments

  1. aranja 30. April 2014 um 14:56 Uhr - Antworten

    Kalte und warme Farben…………ein völlig ausgelutschtes Thema das wirklich niemanden mehr hinterm Ofen hervor lockt. Jede Dame die sich schminkt sollte selbst sehen können was ihr am Besten steht. Verlässt man sich auf vage Einordnungen wie kalt und warm, die irgend ein Stylist mal als geniale Idee verkauft hat, kann das in einem Desaster enden, denn so einfach lassen sich Menschen und Looks nicht kategorisieren.
    Die hier gezeigten Looks taugen nicht wirklich zum Vergleich, belegen aber daß die Einordnung in “kalt und warm” unsinnig sind.
    Zudem sollte man, wenn man professionell schminkt, den Teint so grundieren, daß er ebenmässig ist, denn nur so kommen die verwendeten Farben bei Rouge, Augen-Make up und Lippen-Make up richtig zur Geltung.
    Diese Bilder zeigen leider einen unruhigen nicht ebenmässigen Teint und ein laienhaftes Augen- sowie Lippen-Make up. Das geht viel besser!
    Wer möchte so aussehen?

    • Lynn 20. Oktober 2018 um 15:01 Uhr - Antworten

      Was für ein unfreundlicher Kommentar!
      Es gibt auch heute (2018!!) noch Frauen die nicht wissen welchem Typ sie entsprechen und so auf dieser Seite landen.

      Wem der Blog nicht gefällt, der kann ja gerne weiter browsen! Oder am besten direkt seinen eigenen U d natürlich VIEL besseren Blog aufmachen um anderen zu HELFEN…

      Mit hat der 1 zu 1 Vergleich sehr gut gefallen und tatsächlich weiter geholfen!

      VIELEN DANK!

      • Lynne 20. Oktober 2018 um 16:17 Uhr - Antworten

        Das ist aber lieb von dir, Lynn (Namensvetterin!), und wir freuen uns alle sehr, dass dir der Beitrag geholfen hat! Bist du eher ein warmer oder kühler Typ?

  2. mone 15. November 2012 um 00:35 Uhr - Antworten

    Hallo! Also ich finde eigentlich beide Varianten nicht schlecht und würde es auch nicht zwingend in kalt und warm einteilen (auch wenn es die Set Namen sind)Sondern eher in Tag -und Abend Make up . Der 1. Look ist natürlich sehr dramatisch durch den dunklen Lidschatten und dem Kajal und für mich persönlich für tagsüber zu dolle,da würde ich die warme Variante vorziehen.Der warme Look hat nen leichten Hang zum nude Look den ich für Tagsüber eigentlich perfekt finde.Was meinen Farbtyp angeht bin ich eher der kühle Typ,da meine Haut sehr blaustichig ist und mir auch so richtig warme Farben nicht stehen.Doch ab und zu vergreife ich mich auch ein wenig in der warmen Farbpalette um eben ein eher sanftes Make up zu tragen.Ich hätte für beide Sets Verwendung.Eins für den Tag und eins für den Abend.Man kann die Farben sicherlich auch schön kombinieren.

  3. Caledonia 13. November 2012 um 09:25 Uhr - Antworten

    Hallo, wenn Du mich das früher gefragt hättest, dann hätte ich klar geantwortet, dass ich ein warmer Typ bin. Entsprechend habe ich mich vor vielenJahren auch gekleidet und geschminkt. Habe grau-blau-grüne Augen und einen seeehr blassen Teint mit leicht goldenem Unterton. Mit einem warmen Make-up wirken meine Augen dann überwiegend grün und warm. Verwende ich jedoch die kühlen Farben so wirken meine Augen richtig stahlblau. Zusammen mit der entsprechenden Kleidung ergibt es einen perfekten kühlen Look. Selbst die Haare können sich da ins Bild einfügen (früher hatte ich goldblonde Haare, die aber immer mehr silbern wurden, weshalb ich sie nun braun mit einem leichten rötlichen Touch gefärbt habe). Egal ob kühl oder warm ganz wichtig ist bei mir aber, dass ich eine kräftige Lippenfarbe trage. Ansonsten wirke ich total kränklich. Liebe Grüße Caledonia

    • Magi 18. November 2012 um 22:58 Uhr - Antworten

      Ich finde, man gewöhnt sich sehr schnell an den Anblick kräftiger Lippen. Ich habe früher auch stets nude getragen und fand es total toll. Heute fühle ich mich ähnlich wie du recht nackt in hellen Farben auf den Lippen.

  4. Rhope 12. November 2012 um 21:13 Uhr - Antworten

    Mir gefällt der dunkle (kalte) Look auf viel, viel besser als der warme. Ich bin mir auch immer ziemlich unschlüssig, was mir wirklich steht. Aber, wenn ich mir im Spiegel gefalle, werde ich wohl nicht daneben gegriffen haben. ;-)

    • Buyer 14. November 2012 um 18:59 Uhr - Antworten

      Wenn man sich mit der kühleren Farbe viel besser/wohler fühlt – dann ist es auch die richtige Farbe!

  5. hoppel16 11. November 2012 um 23:50 Uhr - Antworten

    Ein ganz toller Post! Ich glaub meine blaugraugrünen Augen machen mich zu einem kühlen Typ. Ich trage aber gerne wärmere Brauntöne, da ich sie einfach angenehmer finde.

    • Magi 12. November 2012 um 16:20 Uhr - Antworten

      Der Ansatz ist leider nicht richtig. Die Einteilung in kalte und warme Typen sind voll und ganz vom Hautton abhängig. Dabei bilden Augen, Haare, Bräunungsverhalten, Sommersprossen etc. Indizien, aber das Schema selbst beruht einzig auf dem Teint.

  6. Jean 11. November 2012 um 15:51 Uhr - Antworten

    Oh, das Thema finde ich so heiß dass ich schon öfter kurz davor war, es für den Kümmerkasten vorzuschlagen. Klasse! Ich bin nämlich ein kühler Typ, schminke mich aber fast ausschließlich mit warmen Tönen, und jedesmal wenn ich in Blogs die Formulierung “schön kühl” oder “leider zu warm” gelesen habe habe ich mich innerlich geärgert. Ich habe das Gefühl dass es eher eine Modefrage als eine Typfrage ist… Ich finde auch die Looks taugen nicht wirklich als Vergleich – mir scheint zwar auch der erste vorteilhafter, aber nicht wegen der Kühle sondern weil der dunklere Lidschatten deine Augen vergrößert und das dunklere Gloss die schöne Lippenform betont. Und der warme, helle Lidschatten bringt zusammen mit dem schwarzen Kajal die Augenfarbe unheimlich gut heraus – zwar nicht so klassisch schön, aber viel bestechender…

    • Magi 12. November 2012 um 16:24 Uhr - Antworten

      Es ist ja schon ein Reizthema. Es wird auch gern ein wenig ausgeschlachtet.

      Dennoch sehe ich es keinesfalls als ein Modethema an. Es hat jede Menge mit Geschmack zu tun und so muss sich klar niemand daran halten. Die Einteilungen sind aber schon recht eindeutig und unflexibel. Die Frage ist einzig, ob man sich daran halten möchte beziehungsweise, was man bezwecken möchte.

      Wie wir schon richtig anmerken: es gehört mehr zu einem Makeup als das reine Farbschema. Aber wegwünschen kann man sich Kontraste nun einmal nicht.

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